Info ISDN-ANSCHLUß & Abhörmöglichkeiten

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Beschreibung

Ein ISDN-Anschluss (ISDN = Integrated Services Digital Network) funktioniert komplett digital im Gegensatz zum analogen Telefonanschluss. Vom Netzbetreiber wird dem Endkunden kostenlos bzw. indirekt über die Anschlussgebühren ein Netzabschlussgerät (abgekürzt: NTBA = Network Termination Basisanschluss) zur Verfügung gestellt. Auf Seiten des Netzbetreibers wird ebenfalls eine Umschaltung in der Vermittlungsstelle vorgenommen, so dass die Kommunikation zwischen Netzbetreiber und Endkunde danach ausschließlich digital verläuft.

Nach dieser Umschaltung können keine analogen Geräte (Telefon, Fax, Anrufbeantworter, Modem, analoge Telefon-Mitschnittgeräte etc.) mehr direkt an der 1. TAE-Dose betrieben werden.

Am NTBA direkt können Sie folgende Telefonmitschnittsysteme verwenden:

1. ISDN-Mitschnittsteuerung über NTBA

2. ISDN-Funküberwachungs Set am S0-Bus

3. ISDN-Mitschnitt PC

Die Netzabschlussgeräte werden von unterschiedlichen Herstellern (Siemens, Phillips, usw.) hergestellt. Die Belegung der Klemmleiste im Inneren des Gerätes unterscheidet sich dabei geringfügig bezüglich der Farben und der Belegung. In der folgenden Abbildung ist exemplarisch ein NTBA der Firma Siemens (rechts) mit der zugehörigen Innenansicht (siehe weitere Bilder) dargestellt. Man kann in den Detailansichten die unterschiedliche Belegung der Klemmleisten gut erkennen.

Wenn Sie eine Telefonanlage am NTBA anschließen, können sämtliche analoge Endgeräte (z. B. Telefon, Fax, Anrufbeantworter, etc.) weiter benutzt werden können. Die Anlage stellt dazu mehrere analoge Anschlüsse (so genannte "a/b-Ports", benannt nach der Belegung einer TAE-Dose) zur Verfügung. Die Anzahl dieser Ports ist abhängig von der ISDN-Telefonanlage.

An den a/b-Ports einer Telefonanlage können alle in unserer Homepage unter "analoge Telefone" aufgeführten Produkte eingesetzt und angeschlossen werden.

Anschluss einer ISDN-Telefonanlage

An den meisten privaten ISDN-Anschlüssen wird in der Regel eine ISDN-Telefonanlage betrieben. Mit einem mitgelieferten ISDN-Anschlusskabel wird die Anlage einfach an eine der Buchsen (RJ45) des NTBA angeschlossen. Die Anlage übernimmt unter anderem die Verteilung der Rufnummern (so genannte "MSN" = Multiple Subsriber Number). Die Konfiguration und die Zuteilung der Nummern erfolgt dazu in der Regel über einen PC, der entweder mit einem seriellen Kabel (bei älteren Anlagen) oder mit einem USB-Kabel mit der Anlage verbunden wird.

In vielen Anlagen ist bereits eine ISDN-Karte integriert, so dass über das USB-Kabel die Anlage nicht nur konfiguriert werden kann, sondern auch ein Internetzugang hergestellt werden kann. Mit solch einer Anlage kann der Kauf einer ISDN-Karte (auch "ISDN-Modem" genannt, Preis ab 70 Euro) eingespart werden.

Der Vorteil einer solchen Anlage liegt darin, dass sämtliche analoge Endgeräte (z. B. Telefon, Fax, Anrufbeantworter, etc.) weiter benutzt werden können. Die Anlage stellt dazu mehrere analoge Anschlüsse (so genannte "a/b-Ports", benannt nach der Belegung einer TAE-Dose) zur Verfügung. Die Anzahl dieser Ports ist abhängig von der ISDN-Telefonanlage.

An diese a/b-Ports können direkt an der Anlage über die integrierten TAE-Buchsen Endgeräte angeschlossen werden. In der Regel sind diese integrierten TAE-Buchsen ohne F bzw. N Kodierung, so dass Geräte mit TAE-F Stecker oder Geräte mit TAE-N Stecker eingesteckt werden können.

Einige Anlagen sind ebenfalls mit Schraubleisten versehen, an die TAE-Dosen angeschlossen werden können. So können in der Regel beim Umstieg auf ISDN bereits vorhandene TAE-Dosen problemlos weiterbenutzt werden. Die folgende Skizze gibt einen kleinen Überblick über eine typische ISDN-Installation.

 

Die ISDN-Anlage erledigt das Management der unterschiedlichen Rufnummern (MSN). Bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel kann so beispielsweise für jede TAE-Dose in den dargestellten 3 Zimmern (Wohnzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer) und die TAE-Buchse in der Anlage im Flur eine eigene Rufnummer vergeben werden. Natürlich kann die Anlage auch so eingerichtet werden, dass beispielsweise nur das Arbeitszimmer eine eigene Rufnummer erhält und die übrigen Telefone alle gleichzeitig klingeln.

Eine solche ISDN-Telefonanlage bietet noch einen weiteren Vorteil: Es können kostenlos interne Gespräche geführt werden. In der Anlage wird jedem Telefon (bzw. jedem a/b Port) eine interne Rufnummer zugeteilt. Ankommende Gespräche können ebenfalls intern weitergegeben werden.

Für das Beispiel aus der Zeichnung bedeutet dies, dass Gespräche zwischen den eingesteckten analogen Telefonen in den dargestellten 3 Zimmern bzw. dem in der Anlage im Flur eingesteckten 4. Telefon untereinander kostenlos möglich sind, wenn die interne Durchwahlnummer (in der Regel Taste "R" oder "* *" (= 2x Taste Sternchen) gefolgt von der Nebenstellennummer "1, 2, 3 bzw. 4") gewählt wird.

Wenn auch interne Gespräche zwischen ISDN-Telefonen bzw. zwischen ISDN-Telefonen und Analogtelefonen kostenlos geführt werden sollen, muss die Anlage einen so genannten "internen S0-Bus" besitzen. Praktisch wird dazu ein zweiter S0-Bus ausgehend von der ISDN-Telefonanlage aufgebaut. Der so genannte "externe S0-Bus" (versorgt durch den NTBA) dient dann nur noch zur Verbindung von Netzabschlussgerät (NTBA) und ISDN-Telefonanlage.

Ein interner S0-Bus unterscheidet sich im Aufbau und der Verkabelung nicht von einem externen S0-Bus. Die Endpunkte (ISDN-Telefonanlage bzw. IAE-Dosen) des S0-Bus müssen bei beiden Varianten (extern bzw. intern) mit Endwiderständen versehen werden.

An diesem kleinen Beispiel kann man ansatzweise die vielfältigen Möglichkeiten erkennen, die eine solche Anlage bietet. In der Regel reicht für den privaten Betrieb eine ISDN-Telefonanlage mit 4, 6 oder 8 analogen Anschlussmöglichkeiten (4, 6 bzw. 8 a/b Ports) vollkommen aus. Wenn die Analogtelefone oder das Faxgerät nicht direkt an die Buchsen der ISDN-Telefonanlage, sondern wie im dargestellten Beispiel über verlegte Kabel angeschlossen werden, muss bei der Auswahl darauf geachtet werden, dass genug Schraub- bzw. Steckverbindungen an der ISDN-Telefonanlage zur Verfügung gestellt werden. Hier kann es abhängig vom Hersteller und Modell z. B. einer ISDN-Telefonanlage mit 4 a/b Ports nämlich vorkommen, dass beispielsweise nur 2 der 4 a/b Ports per Kabel (über eine Schraubleiste oder Kabelklemmen) angeschlossen werden können.